Der Walther-Bauersfeld-Preis

 

Mit dem Walther-Bauersfeld-Preis fördert die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien innovative Planetariumsprojekte sowie Projektkonzepte, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 18 Jahren richten. Diese Besuchergruppe ist für Planetarien schwer zu erreichen und stellt daher eine besondere Herausforderung dar.

Der Preis in Höhe von 500 Euro wird von der Firma ZEISS gestiftet und wurde bisher zweimal vergeben. Er ist benannt nach dem Ingenieur und Physiker Walther Bauersfeld (1879-1959), der als führender Mitarbeiter der Firma ZEISS das moderne Projektionsplanetarium zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfand und entwickelte.

Die nächste Verleihung des Walther-Bauersfeld-Preises wird im Jahr 2018 erfolgen.


Walther-Bauersfeld-Preis 2015

Dr. Martin Wiechmann (Carl Zeiss AG), Gerd Thiele (Vizepräsident der GDP), David Gruber (Planetarium Südtirol) und Gerd Habersack (Jury-Vorsitzender) (v.l.n.r.). Foto: Michael Schomann


Der Preisträger des Walther-Bauersfeld-Preises 2015 ist David Gruber vom Planetarium Südtirol in Karneid (Italien).

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Planetarium Game Night“. Es steht unter dem Motto „Edutainment“ und verbindet die Weitergabe von Bildungsinhalten mit spielerischen Elementen, um so das Publikum direkt in die Vorführungen einzubinden und astronomische Inhalte nachhaltiger zu vermitteln.

Das Konzept der „Planetarium Game Night“ orientiert sich an einem bekannten Gesellschaftsspiel: Die Einbindung des Publikums erfolgt über das Erraten von Begriffen aus der Welt der Astronomie, welche vom Vorführteam des Planetariums entweder gezeichnet, mit Worten erklärt oder durch Pantomime dargestellt werden. Dadurch werden alle Sinne aktiviert und zugleich wird der Wettbewerbsgeist gefördert. Die verwendeten Begriffe werden im Laufe jeder Runde von den Teammitgliedern kurz und knapp und unter Einsatz der Planetariumsmöglichkeiten erklärt und erläutert. Das Konzept steht für einen unterhaltsamen Spieleabend im Planetarium - Weltall inklusive.

Der Verleihung des Walther-Bauersfeld-Preises 2015 erfolgte im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien, die vom 2. bis 4. Mai 2015 in Potsdam stattfand.


Erstmalige Verleihung des Walther-Bauersfeld-Preises im Mai 2014

Gerd Thiele, Präsident der GDP, Benjamin Husheer, Leiter des URANIA Planetariums Potsdam, Simon Plate und Gerd Habersack, Jury-Vorsitzender (v.l.n.r.)
Der Preisträger Simon Plate bei seiner Ansprache, links neben ihm Team-Mitglied Benjamin Husheer, Leiter des URANIA Planetariums Potsdam.

 

Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien zeichnete Simon Plate und sein Team vom URANIA Planetarium Potsdam mit dem Walther-Bauersfeld-Preis 2014 aus. Der Preis in Höhe von 500 Euro wird von der Firma ZEISS gestiftet und wurde zum ersten Mal vergeben.

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Raumfahrt 360° - Vom Stratosphärenflug zur Fulldome-Show“. Das prämierte Projekt besteht aus zwei Teilen, nämlich der Durchführung eines Ballonflug-Experiments sowie der Erstellung eines Planetariumsprogramms zur Raumfahrt, das u.a. eben diesen Versuch enthält. Das Experiment beinhaltet einen Ballonflug in 21 Kilometer Höhe, in der eine Reihe von Messungen erfolgten. Beide Teile, Experiment und Planetariumsprogramm, wurden bzw. werden von Jugendlichen des ASTRO-Jugendklubs des URANIA-Planetariums Potsdam durchgeführt. Durch das praktische Beispiel soll jungen Menschen die Raumfahrt nahe gebracht und Begeisterung für Technik und Naturwissenschaft geweckt werden.

Eine nähere Beschreibung des Projekts findet sich auf den Webseiten des URANIA-Planetariums.

Der Walther-Bauersfeld-Preis 2014 wurde im Rahmen der internationalen Jahrestagung der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien verliehen. Diese fand vom 2. bis 5. Mai 2014 in Luzern, Schweiz, zusammen mit den Jahrestagungen der französischen und italienischen Planetariumsgesellschaften, APLF und PlanIT, statt.